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Gospelmagic: „Übrigens, die meisten Gäste haben mit Gott und Kirche nichts am Hut.“

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Für mich war es eigentlich ein ganz normaler Auftritt. Ein Kirchenvorsteher hatte mich eingeladen, bei seiner Goldenen Hochzeit ein Programm mit Gospelmagic aufzuführen. Ich hatte viele Kunststücke vorbereitet, bei denen ich von meinem Glauben erzählen wollte. Die Vorbereitungen liefen in sehr angenehmer Atmosphäre. Es hätte kaum besser sein können. Doch als ich mich wenige Minuten vor dem Auftritt zum Umziehen zurückziehen wollte, nahm mich der Veranstalter kurz zur Seite. Er sagte mir: „Was ich Ihnen noch sagen wollte: Die aller meisten meiner Gäste haben mit Kirche und Glauben absolut nichts am Hut. Einige haben schon angekündigt, wenn der Hans* wieder etwas  Frommes macht, dann stehen sie auf und gehen.“ Das war genau nicht die Information, die ich wenige Augenblicke vor dem Auftritt hören wollte. Ich war sehr am Zweifeln, ob ich denn nicht mein ganzes Programm umstellen sollte. Doch dazu war es zu spät. Ich konnte nur das zeigen, was ich auch vorbereitet hatte. Also betete ich und nahm all meinen Mut zusammen und spielte mein Programm genau so, wie ich es mir vorgenommen hatte. Auch sonst habe ich immer großes Lampenfieber bei meinen Auftritten. Aber in diesem Fall war ich wirklich extrem aufgeregt. Ich beobachtete die Gäste gebannt mit einem Auge. Immer in Erwartung der Katastrophe. Wann würde der erste Gast die Feier auf Grund frommer Gospelmagic verlassen?

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Aber es kam ganz anders. Kein Gast verließ die Feier. Nein, im Gegenteil. Es war die gesamte Zeit über eine spannende und geheimnisvolle Stille. Meine persönlichen Gospelmagic-Routinen hatten die volle Aufmerksamkeit der Gäste. Das Publikum ging total mit und saugte mir buchstäblich die Worte aus meinem Mund. Nach der Show wurde ich dann erneut überrascht. Normalerweise ergeben sich bei Auftritten zu privaten Festen eher seltener längere Gespräche mit dem Publikum. Die Gäste kennen sich untereinander sehr gut und haben sich lange nicht gesehen. Somit haben sie sich gegenseitig viel mitzuteilen. Oder sprechen auch miteinander über die Show. Nur vereinzelt kommen dann besonders interessierte Gäste auf den Zauberkünstler zu. Ganz anders nach dieser Show. Sehr viele wollten mit mir übern den Inhalt meines Programms sprechen. So kam ich mit vielen Gästen über meinen Glauben ins Gespräch. Eine Dame sagte beispielsweise mir: „Wissen Sie, wenn ich jetzt wieder daran zweifele, dass Gott da ist und mich trägt – dann denke ich an das Bild von Ihrem schwebenden Geldsein.“ Doch am beeindruckendsten für mich war, immer wieder kam der Veranstalter zu mir, stupste mich während meiner Gespräche mit seinen Gästen am Arm und flüsterte mir ins Ohr: „Das war auch wieder jemand von denen, die gesagt haben: Wir gehen, wenn etwas Frommes kommt.“

An diesem Tag hatte ich es sicher sehr gut geschafft, die Zuschauer mit meinem Kunststücken zu begeistern. Noch viel mehr war ich selbst jedoch von Gott begeistert. Er hatte offensichtlich meine Gospelmagic dazu verwendet, die Herzen der Zuschauer zu erreichen. So hat dich für mich wieder das Motto bewahrheitet: Der Zauberkünstler schafft Illusionen. Gott aber schafft Wunder.

* Der Name wurde für die Online-Veröffentlichung geändert.

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